Bei den Frankfurt Lions handelt es sich um einen ehemaligen Eishockeyklub aus Frankfurt am Main. Die Spiele der Frankfurt Lions wurden in der im Jahr 1981 erbauten Eissporthalle am Ratsweg ausgeführt. Diese Eissporthalle war lange Zeit die modernste Eissporthalle in Deutschland. Sie verfügt über ein großes Eishockeyfeld, das von 6.946 Zuschauerplätzen umgeben ist, von denen 3.214 Stehplätze und 3.732 Sitzplätze sind. Außerdem besitzt die Halle eine kleinere, geschlossene Eishalle, einen 400 Meter langen Außenring sowie ein zweites Eishockeyfeld, das von einem Zeltdach überspannt ist. Dieses Außenfeld wird im Sommer zu Tennisplätzen umfunktioniert.
Die Geschichte der Frankfurt Lions
Im Jahr 1991 wurde der Frankfurter Eishockeyclub (ESC) „Die Löwen“ gegründet. Die Löwen traten die Nachfolge der Eishockeyabteilung von Eintracht Frankfurt an, die schon seit dem Jahr 1959 bestand. Mit Gründung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Jahr 1994, die vom Frankfurter ESC mitgegründet wurde, nannte sich der Klub in Frankfurt Lions um. Die Frankfurt Lions spielten in den Jahren 1994 bis 2010 durchgehend in der DEL mit. Der Nachwuchs der Frankfurt Lions stammte häufig aus ihrem eigenen Nachwuchsverein, dem Young Lions Frankfurt Eishockey e.V., der auch heute noch besteht. Die Vereinsfarben der Frankfurt Lions waren rot, weiß und schwarz.
In der Saison 2002/2003 wären die Frankfurt Lions fast aus der DEL abgestiegen. Ihr Abstieg wurde nur dadurch verhindert, dass über ihren Gegner in den Play-Downs, die Schwenninger Wild Wings, das Insolvenzverfahren eröffnet werden musste und die Frankfurt Lions deshalb in der DEL bleiben konnten. Doch schon ein Jahr später, in der Saison 2003/2004, erzielten die Frankfurt Lions ihren größten Erfolg in ihrer Vereinsgeschichte, indem sie Deutscher Meister wurden.
Die wichtigsten Spieler der Frankfurt Lions
Der überragende Spieler in dem Spiel um die deutsche Meisterschaft war der Kanadier Pat Lebeau. Doch auch die anderen Spieler dieser Meisterschaftsmannschaft trugen durch ihre hervorragende Teamleistung zu dem Erfolg bei. Es spielten noch viele weitere herausragende Spieler bei den Frankfurt Lions, was sich auch durch ihre Teilnahme an dem DEL-All-Star-Game, einem einmal im Jahr stattfindenden Freundschaftsspiel der besten Spieler der DEL, beweist. Zu diesen Spielern gehören zum Beispiel die Verteidiger Michael Bresagk, Lasse Kopitz, Peter Ratchuk, Richard Regehr, Chris Snell und Paul Stanton, der Torhüter Ian Gordon sowie die Stürmer Michael Hackert, Dwayne Norris, Martin Reichel, Alexander Seliwanow und Ilja Worobjow.
Das Ende der Frankfurt Lions
Der Niedergang der Frankfurt Lions geschah nicht aus sportlichen Gründen, sondern es waren finanzielle Gründe, die für das Ende des Klubs sorgten. AM 30. Juni 2010 verloren die Frankfurt Lions ihre Lizenz, weiter in der DEL zu spielen, nachdem sie zwei Monate zuvor Insolvenz anmelden mussten. Die Frankfurt Lions haben bei der DEL keinen Widerspruch gegen den Lizenzentzug eingelegt, sondern den Spielbetrieb eingestellt und ihre GmbH nach juristischen Vorschriften aufgelöst. Doch das Ende der Frankfurt Lions begann schon im Jahr 2008, als ihr damaliger Eigentümer Gerd Schröder einen Schlaganfall erlitt, einige Zeit im Koma lag und dann verstarb. Die Frankfurt Lions konnten zwar sportliche Erfolge nachweisen, doch finanziell standen sie schon 2008 nicht besonders gut da. Doch es dauerte einige Zeit, bis der neue Eigentümer, Siggi Schneider, das ganze Ausmaß der Schulden überblicken konnte. Trotzdem versuchte er alles, um die Frankfurt Lions auch wirtschaftlich wieder nach vorne zu bringen, indem er einen hohen Betrag in die Nachwuchsarbeit investierte. Doch nachdem einige wichtige Sponsoren absprangen, konnte die Insolvenz nicht mehr aufgehalten werden.